Nationaler Tag der Legalität im Hoffmann Museum in Caltagirone

Das Hoffmann Museum in Caltagirone war Gastgeber des Nationalen Tags der Legalität, einer Veranstaltung, die dem Gedenken an die Opfer der Mafia, der politischen Bildung und der Förderung einer Kultur der Legalität gewidmet war.

Die Initiative wurde von der Associazione Conadomini E.T.S. organisiert und brachte Institutionen, Justiz, Anwaltschaft, Vereine, Vertreter der Kommunikationswelt sowie junge Menschen aus der Region zusammen. Ziel war es, Erinnerung in konkretes Engagement zu verwandeln und Legalität als alltäglichen Wert sowie als gemeinsame Verantwortung zu fördern.

Die Veranstaltung fand im Hoffmann Museum in Caltagirone statt, einem Ort, der erneut seine kulturelle und soziale Berufung bestätigte und zu einem Raum für Dialog, Erinnerung und aktive Beteiligung wurde.

Eine Begegnung im Zeichen der Kultur der Legalität

Das Programm des Nationalen Tags der Legalität umfasste institutionelle Grußworte, Debatten, Momente der Reflexion, Beiträge junger Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie eine symbolische Zeremonie zum Gedenken an die Persönlichkeiten, die durch die Mafia ihr Leben verloren haben.

Während der Begegnung wurden zentrale Themen für das zivile Wachstum der Gemeinschaft behandelt:

  • Legalität als alltägliche Kultur;
  • der Wert der Anzeige und des mutigen Benennens von Unrecht;
  • der Kampf gegen Gewalt, Einschüchterung und Diskriminierung;
  • die Rolle der Bürgerinnen und Bürger beim Schutz des Territoriums;
  • die Verteidigung demokratischer Institutionen;
  • die Bedeutung der Erinnerung als pädagogisches Instrument;
  • Erziehung zur Legalität in den Schulen;
  • gemeinsame Verantwortung beim Schutz der Rechte.

Die Initiative wollte eine klare Botschaft vermitteln: Legalität ist kein abstrakter Begriff, sondern eine tägliche Entscheidung, die jeden Bürger und jede Bürgerin betrifft.

Die Referentinnen und Referenten des Nationalen Tags der Legalität

An der Veranstaltung nahmen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Institutionen, Justiz, Berufswelt und Vereinswesen teil.

Es sprachen:

Rechtsanwalt Giuseppe Fiorito, Stadtrat für Legalität;
Arch. Sergio Gruttadauria, stellvertretender Bürgermeister der Metropolitanstadt Catania;
Rechtsanwalt Luca Fosco, Präsident der Strafkammer von Caltagirone;
Dr. Sabrina Gambino, Staatsanwältin der Republik Syrakus;
Luca Giarmanà, Gründer von Parlamente;
Natasha Pisana, nationale Koordinatorin von ZeroMolestie Sinalp.

Ebenfalls anwesend waren Rechtsanwältin Denise Murgo, Rechtsbeistand von Zero Molestie Sinalp Caltagirone; Rechtsanwältin Rosangela Morello, Schatzmeisterin von AIGA Caltagirone; und Francesco Amato, Präsident des Jugendrats.

Die Moderation übernahm Salvo Cona, Pressesprecher des Hoffmann Museums.

Im Vergleich zum angekündigten Programm konnte der Journalist Pino Maniaci nicht an der Initiative teilnehmen. Die Organisatoren übermitteln ihm ihre aufrichtigen Genesungswünsche nach dem Unfall, den er am selben Morgen erlitten hatte.

Das Gedenken an Falcone, Borsellino und die Opfer der Mafia

Im Mittelpunkt des Tages stand das Gedenken an symbolträchtige Persönlichkeiten des Kampfes gegen die Mafia und der Verteidigung der Gerechtigkeit: Giovanni Falcone, Paolo Borsellino, Peppino Impastato, Piersanti Mattarella, Don Pino Puglisi, Pippo Fava, Libero Grassi, Lea Garofalo, Francesca Morvillo und Rita Atria.

Ihre Gesichter und Namen begleiteten den gesamten Verlauf der Veranstaltung und wurden zu einem visuellen, pädagogischen und moralischen Bezugspunkt für die Teilnehmenden.

Sich an diese Persönlichkeiten zu erinnern bedeutet, den Wert der Entscheidung, des Mutes und der zivilen Verantwortung zu bekräftigen. Erinnerung darf nicht auf eine bloße Gedenkfeier beschränkt bleiben, sondern muss zu einem Instrument des Bewusstseins und des Handelns werden.

Der Baum der Erinnerung im Hoffmann Museum

Einer der bedeutendsten Momente der Veranstaltung war dem Baum der Erinnerung gewidmet, der als symbolische Zeremonie mit der Anbringung von Inschriften für die von der Mafia ermordeten Persönlichkeiten vorgesehen war.

Im Garten des Hoffmann Museums wurde der Olivenbaum zu einem Symbol für Wurzeln, Frieden, Erinnerung und Kontinuität. Die Bilder und Namen der Opfer der Mafia wurden zwischen seinen Zweigen angebracht und verwandelten den Außenbereich des Museums in einen Ort gemeinsamer Reflexion.

Diese Geste verlieh dem zentralen Thema der Initiative konkrete Gestalt: sich erinnern, um zu entscheiden, auf welcher Seite man steht.

Junge Menschen als Protagonisten der Erziehung zur Legalität

Den jungen Menschen wurde ein breiter Raum gewidmet. Sie waren nicht nur als Publikum anwesend, sondern auch als aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Beteiligung der Pfadfinderinnen und Pfadfinder war einer der wichtigsten Aspekte der Veranstaltung. Die Erziehung zur Legalität führt über Schule, Zuhören, Dialog und die Möglichkeit, neuen Generationen die Werkzeuge zu geben, um Ungerechtigkeit, Einschüchterung, Diskriminierung und Verhaltensweisen zu erkennen, die dem zivilen Zusammenleben widersprechen.

Die Anwesenheit der jungen Menschen bestätigte den pädagogischen Wert der Initiative und machte den Nationalen Tag der Legalität im Hoffmann Museum zu einem Moment des generationenübergreifenden Dialogs. Die gesamte Organisation dankt den Pfadfinderinnen und Pfadfindern von AGESCI Caltagirone 1, insbesondere den Gruppenleitern Francesca Forti und Daniele Forti, die mit den drei Altersstufen Clan, Reparto und Branco, den jüngsten Kindern, vertreten waren.

Kunst, Musik und Anti-Mafia-Erinnerung

Der Tag beschränkte sich nicht auf die institutionelle Debatte. Das Programm wurde auch durch künstlerische und performative Momente bereichert, mit Musik und visuellen Beiträgen zum Thema Anti-Mafia-Erinnerung.

Die Umsetzung eines Wandbildes, kuratiert vom Jugendrat und inspiriert vom Gedenken an Falcone und Borsellino, verlieh der Initiative eine zeitgenössische Sprache, die jungen Menschen nahesteht. Urbane Kunst verwandelte Erinnerung in ein Bild, hinterließ eine sichtbare Spur im Raum und stärkte die Verbindung zwischen Kultur, Legalität und Beteiligung.

Auch die Musik trug dazu bei, die Veranstaltung lebendiger und einbeziehender zu gestalten, und zeigte, dass Legalität durch verschiedene Sprachen vermittelt werden kann: durch Worte, Bilder, Klang und kollektive Präsenz.

Das Hoffmann Museum als ziviler und kultureller Raum

Mit dieser Initiative bestätigt das Hoffmann Museum in Caltagirone seine Rolle als ein der Stadt offener Ort, der nicht nur kulturelle, künstlerische und musikalische Veranstaltungen beherbergen kann, sondern auch Momente ziviler Reflexion.

Der Nationale Tag der Legalität verwandelte das Museum in einen Raum aktiver Erinnerung, in dem Institutionen, Fachleute, Vereine und junge Menschen zusammenkamen, um den Wert von Gerechtigkeit, Beteiligung und Verantwortung zu bekräftigen.

So präsentiert sich das Hoffmann Museum als kultureller Bezugspunkt des Territoriums, als ein Ort, an dem Erinnerung zu einer gemeinsamen Erfahrung und zu einer Gelegenheit für das Wachstum der Gemeinschaft wird.

Schlussfolgerung: Sich erinnern, um zu entscheiden, auf welcher Seite man steht

Der Nationale Tag der Legalität im Hoffmann Museum in Caltagirone hinterließ eine starke und aktuelle Botschaft: Die Erinnerung an die Opfer der Mafia muss weiterhin zu den neuen Generationen sprechen.

Sich erinnern bedeutet, zu wissen.
Zu wissen bedeutet, zu wählen.
Zu wählen bedeutet, Verantwortung dafür zu übernehmen, eine freiere, gerechtere und bewusstere Gemeinschaft aufzubauen.

Durch die Debatte, die Beteiligung junger Menschen, den Baum der Erinnerung, Musik und Kunst trug das Hoffmann Museum dazu bei, Erinnerung in eine lebendige, sichtbare und geteilte Erfahrung zu verwandeln.

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Hendrix Morellaz

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